Parsifal © Falk von Traubenberg

Parsifal © Falk von Traubenberg

Wagner PARSIFAL

Mainfranken Theater Würzburg

 

Doch der eigentliche Star des Abends war der Parsifal selbst. Paul McNamara sang diese Partie sauber und mit großer Kultiviertheit, ohne jemals operntenortypisch ins Brüllen zu verfallen, dennoch aber sehr präsent durch alle Lagen, strahlend und expressiv.

BR-Klassik, Mai 2011

 

Der irische Tenor hat seit seinem fulminanten Würzburger Tannhäuser-Debüt vor zwei Jahren noch an Ausdruckskraft und Farben hinzugewonnen. Wie er das Drama der Figur mit stimmlichen Mitteln auslotet, ist ebenso einnehmend wie seine außergewöhnliche Wortverständlichkeit und darstellerische Wahrhaftigkeit.

Fränkischer Tag, Mai 2011

 

Paul McNamara singt die Titelpartie als Gast, nachdem er hier in der vergangenen Saison schon als Tannhäuser Erfolg hatte. Er verfügt über einen warm und dunkel timbrierten sowie gut geführten Tenor, der von großer Musikalität zeugt und auch wortdeutlich ist. McNamara spielt die Rolle sehr authentisch, erst der neugierig umherschauende und kaum etwas verstehende Tor, und schließlich der fast tragisch wirkende neue Gralskönig.

Der Neuer Merker, Mai 2011

 

Man hat schon lange keinen so phänomenalen Parsifal mehr gehört wie Paul McNamara... Hier wächst ein ausgezeichneter Vertreter des so rar gesäten Heldentenorfachs nach, der es bei verantwortungsbewusstem Umgang mit seiner Prachtstimme ohne weiteres bis an die Spitze schaffen kann. Das Zeug dazu hat er. Bereits jetzt ist er so manchem seiner Fach-Kollegen weit überlegen. Was er an diesem Nachmittag zu bieten hatte, war einfach überwältigend. Über einer stark baritonal timbrierten, kräftigen Mittellage baut sich eine glänzende Tenorhöhe von großer Strahlkraft auf, mit der der Sänger insbesondere im zweiten und im dritten Aufzug begeisterte. Sowohl dramatische Ausbrüche als auch lyrische Empfindsamkeit wurden von ihm mit derselben großen Eleganz zum Ausdruck gebracht. Dabei ist sein Prachttenor hervorragend focussiert. Hier haben wir es endlich einmal wieder mit einem Heldentenor zu tun, der sich hervorragend der italienischen Technik zu bedienen weiß; seine Stimme sitzt trefflich im Körper und weist auch ein vorbildliches appoggiare la voce auf. Legato und Linienführung waren perfekt. Darüber hinaus wartete er mit einem Höchstmaß an Ausdrucksintensität auf. Wenn man ihn hörte, musste man unwillkürlich an den grandiosen Hans Hopf denken. So und nicht anders muss Wagner gesungen werden!

Der Opernfreund, Juni 2011

 

Vor zwei Jahren hatte Paul McNamara bei seinem Tannhäuser-Debüt in Würzburg begeistert, und auch als Parsifal vermochte er nun an diese Leistung anzuknüpfen. Seinen breit geführten, von dunklem Timbre bestimmten Heldentenor setze er differenziert ein, die Steigerungen bewältigt er sicher, so dass ihm vokal eine geschlossene Interpretation gelang.

Das Opernglas, Juli 2011

 

Paul McNamara umschifft als Parsifal mit seinem kraftvollen, nie nachlassenden Tenor sämtliche Klippen der Titelpartie.

Südwest Presse, Mai 2011

Portraits © Marshall Light Studio